Jahresbericht 2015-2016


 

    

   2015_2016 Jahresbericht.pdf Download

 

  (Zum Öffnen der PDF_Datei sollte

  der acrobat-reader von adobe

  installiert sein.)

   


Auszüge aus dem Jahresbericht 2015/2016


 

Vorwort der Ehrenvorsitzenden, Ulla Nölle

 

Liebe Mitglieder und liebe Freunde ,

 

allen Lesern und Leserinnen herzliche Grüße und gute Wünsche für das Jahr 2016 und Dank für Ihre Mithilfe und das Interesse an unserer Arbeit in Afghanistan. Damit erhalten wir die Kraft für unsere Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler in unseren Projekten und auch unsere motivierten Partner in Afghanistan, ohne die unsere erfolgreiche Arbeit nicht zu schaffen wäre.

 

 

Ich hatte das unwahrscheinliche Glück, im letzten Jahr wieder mit Mitgliedern unseres Vorstandes nach Afghanistan zu reisen und ein Wiedersehen mit "unseren Leuten" zu erleben. Es waren von Freude und Genugtuung angefüllte Tage, obwohl wir auch die Augen und Ohren für die Probleme des Landes und der Projekte offen haben müssen. Dafür sind viele persönliche Gespräche gut. In Mazar -e -Sharif konnten wir eine neue Schule einweihen. Im Jahr davor habe ich sie noch im Rohbau erlebt und gesehen, wie diese Kinder unter erbärmlichen Umständen draußen im Freien unterrichtet wurden. Die größte Freude haben mir die engagierten Schüler und Schülerinnen des Ausbildungszentrums mit ihren Rollenspielen bereitet und unsere Gespräche über die von ihnen angesprochenen Themen, z.B. Frauenrechte, Drogenprobleme und Korruption.

 

Ich wünsche mir sehr, noch einmal nach Andkhoi reisen zu können, aber seit Herbst 2015 musste ich einige Operationen durchstehen und bin immer noch auf dem Weg der Genesung. Ich freue mich über Nachrichten aus Afghanistan, die ich auf meinem Tablet lese, und über Besuche von Freunden und Verwandten, die mir helfen, geduldig einer Besserung meiner Gesundheit entgegenzusehen.

 

Herzliche Grüße

Ihre

Ulla Nölle

 

 

****

 

Bericht der Vorsitzenden, Marga Flader

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

wir freuen uns, dass wir in den vergangenen zwölf Monaten alle unsere Projekte ohne Probleme umsetzen konnten. Durch den Bau von Schulgebäuden und Seminare zur Lehrerfortbildung konnten wir die Unterrichtsbedingungen und die Qualität des Unterrichts an den staatlichen Schulen verbessern. Hier ist aber noch immer Hilfe erforderlich. Wir werden auch weiterhin Förderkurse an unserem Ausbildungszentrum und in einigen Schulen anbieten, um den Jugendlichen einen guten Abschluss und den Sprung auf die Universität zu ermöglichen. Unser Frauenzentrum hat sich so gut entwickelt, dass wir planen, ein weiteres in einem Dorf zu eröffnen.

 

Die Sicherheitslage hat sich im vergangenen Jahr leider nicht gebessert: 3.545 Zivilisten wurden in 2015 in Afghanistan getötet und 7.457 verletzt. Die Einheits-Regierung von Präsident Ghani und Regierungschef Dr. Abdullah erwies sich als schwach und uneinig. Viele meist junge Menschen machten sich auf den Weg nach Europa. Das ist keine gute Entwicklung. Gerade durch unsere kontinuierliche Arbeit im Nordwesten Afghanistans hoffen wir, der Jugend einen guten Start in ihre Zukunft in Afghanistan zu bieten. Die Treffen an unserem Ausbildungszentrum und im Frauenzentrum gehören immer zu den Highlights unserer Projektreisen. Die Gespräche mit den jungen Leuten machen Hoffnung auf eine friedliche Entwicklung in Afghanistan.

 

Wir möchten unsere Arbeit fortsetzen, denn Bildung ist das Fundament für Frieden und Entwicklung. Der nachfolgende Bericht über unsere Arbeit im vergangenen Jahr gliedert sich in drei Bereiche:

 

1.    die Unterstützung des staatlichen Bildungssystems

       a) Schulbau und Wasserversorgung an Schulen

       b) Kleinprojektefonds

       c  Versorgung mit Lehrmitteln und Schulmöbeln

 

2.    unsere eigenen Ausbildungsprojekte

       a) unser Ausbildungszentrum in Andkhoi

       b) Förderkurse an staatlichen Schulen

       c) Schulvorbereitung in Privathäusern

       d) Lehrerfortbildungsseminare

       e) unser Frauenzentrum und die Nähkurse in den Dörfern

 

3.    und sonstige Hilfeleistungen

      a) Schülerzeitschrift

      b) Sozialfonds

      c) Winterhilfe.

*****

 

1. Unterstützung des staatlichen Bildungssystems

 

a) Bauprojekte

 

(1) In Mazar-e-Sharif weihte Ulla Nölle während unserer Projektreise im April 2015 im Beisein des deutschen Konsuls und einigen der rund 3000 Schüler und Schülerinnen das neue Schulgebäude für die Ahmed Shah Masood Schule ein (16 Klassenräume, Konferenzraum, 6 Nebenräume), das mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amts errichtet wurde. Auch ein Erwei-terungsbau mit sechs Räumen für die Tajrobayee Mädchenoberschule war im Frühjahr 2015 fertiggestellt worden.

 

 

 

 

 

(2) Der Kindergarten auf dem Gelände der Maqsadullah Shaheed Schule (4 Räume, Büro, Küche, Toiletten) wurde während der gleichen Projektreise von Tanja Khorrami eingeweiht (finanziert durch den Spendenlauf der Neubiberger Schulen). Im Laufe des Jahres wurde noch ein schöner Spielplatz für die Kindergartenkinder angelegt.

  

 

 

 

 

(3) Ein Gebäude für das Pädagogische Institut (Teacher Training College) in Andkhoi war dem Bezirksgouverneur von Andkhoi sehr wichtig. Die Verhandlungen um jeden Quadratmeter Land zwischen dem Bezirksgouverneur und der Stadtverwaltung waren zäh. Am Ende wurden 10.000 m² überlassen. Das Auswärtige Amt war bereit, die Baumaßnahmen für ein großes Gebäude (24 Klassenräume, Konferenzraum, 6 Nebenräume), Wasserbecken, Latrinen, Umfassungsmauer und Wächterhaus zu finanzieren. Ende 2015 war alles planmäßig zur Übergabe bereit. Die 722 Studenten dieser Einrichtung sowie die 525 Studenten des Multi Branch Institutes zogen im Februar 2016 ein. Wir hoffen, dass mit dem gut ausgestatteten Labor, der Bibliothek, dem Computerunterrichtsraum und dem Konferenzraum mit LCD-Bildschirm an beiden Instituten nun besserer Unterricht möglich ist. 

 

(4) 2014 besuchten wir eine Schule am Stadtrand von Mazar-e-Sharif, die in einem baufälligen Gebäude untergebracht war. Einige Jahre zuvor waren wir schon einmal hier gewesen. Damals wurden hier Mädchen unterrichtet, für die wir dann eine Schule bauten. Offenbar wurde das alte baufällige Gebäude danach von der Maula Ali Jungenschule bezogen. Das Dach sah jetzt wirklich einsturz-gefährdet aus. Im Hof viele Zelte. Nach unserem Besuch stellten wir einen Antrag beim BMZ und sammelten die 10 % Eigenbeteiligung. Beides war erfolgreich. Im Frühjahr 2015 konnten die Arbeiten beginnen. Die rund 3000 Jungen der Maula Ali Schule werden 2016 in das neue große Schulgebäude mit 24 Klassenräumen, Konferenzraum, 6 Nebenräumen, Lager, Toiletten und Handwaschanlage einziehen. 

 

(5) In Andkhoi finanzierte das BMZ 90 % der Baukosten für ein doppelstöckiges Erweiterungsgebäude für das Yuldoz Mädchengymnasium (mit 2911 Schülerinnen die größte Mädchenschule), neue Latrinen und eine Handwasch-gelegenheit. Teil dieses Projektes waren zwei Fortbildungs-seminare für Lehrer und Lehrerinnen dieser und anderer Schulen in der Region im Januar 2015 und August/September 2015. 192 Lehrkräfte wurden in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie fortgebildet. Die TeilnehmerInnen frischten ihr Fachwissen auf, erhielten Unterstützung im Umgang mit den neuen Schulbüchern und Anleitungen, wie sie selbst Lehrmaterial herstellen können.

 

 

(6) Die Bauarbeiten für eine Dorfschule in Aq Masjid (Bezirk Qurghan) begannen etwas zögerlich, weil die Dorfbe-völkerung es anfangs nicht schaffte, ihre Eigenbeteiligung - eine Mauer um das Schulgelände - einzubringen. Bis auf das Dach war der Rohbau zum Jahresende fertig. 2016 werden die 684 Jungen und Mädchen in die neue Schule umziehen können. BINGO Lotto Projektförderung des Landes Schleswig-Holstein, sowie einige Schulen und Stiftungen haben dieses Projekt ermöglicht.

 

(7) Während unserer Projekt-besuche in And- khoi besuchten wir verschiedene Schulen und führten Gespräche mit den Schulleitungen und den Lehrkräften. Die Schulleiterin der Kulalkhana Mädchenoberschule für 1822 Schülerinnen bat uns während darum, weitere Klassenräume zu bauen, aber uns fehlte das Geld. Eine große Schulspende des Berufskollegs Ahaus und eine private Spende machten es dann überraschend schnell möglich, ein Gebäude mit vier Klassenräumen aufzustocken.

 

(8) Mit finanzieller Unterstützung von Misereor konnten wir die Wasserversorgung an drei Mädchenschulen (Bagh-e-Bustan, Arab Shah und Mir Said Baraka) durch den Bau von drei Wasserbecken mit Vorlauf-kammer zur Ablagerung von Sedimenten und Sand/Kiesel-Filterkammer verbessern. Im März 2016 konnten sie gefüllt werden und so ist die Wasserversorgung der Schulen für einige Monate sichergestellt.

 

 

b) Kleinprojektefonds

 

Staatliche Schulen haben die Möglichkeit, zwischen 100.000 AFN und 220.000 AFN (1.500 bis 3.230 €) Fördermittel für ein eigenes Projekt von uns zu erhalten, wenn sie mindestens 10 % Eigenbeteiligung einbringen, das Projekt selbst durchführen, ein Komitee aus Elternvertretern und Lehrern das Projekt kontrolliert und sie uns gegenüber unter Vorlage von Belegen berichten und abrechnen. 2015 haben wir für den Kleinprojektefonds insgesamt 30.000 € aufgewendet und folgende zwölf Projekte verwirklicht: 

 

·      Die Rahmanqul Shaheed Jungenoberschule (Khancharbagh), Altibolak Mädchenoberschule und Yussuf Mirzai Mädchenschule (beide Qurghan) renovierten ihre Schulgebäude.

·      Die Sewad-e-Hayati (Andkhoi)und Roziqul Gorash Mädchenschulen (Khancharbagh) bauten jeweils einen Klassenraum mit Korridor.

·      Die Schulen Uchteppa) (Khancharbagh), Namazgah und Yakatoot (beide Qurghan) errichteten jeweils zwei Klassenräume.

·      Die Schulen Nader Shah (Mazar-e-Sharif), Kona Qurghan, Mullah Karim Nazari und Gali Khana (alle drei in Qurghan) bauten jeweils drei Klassenräume.

Bei zwei Projekten reichte das veranschlagte Geld nicht; die Schulen beantragten zusätzliche Mittel, die 2016 ausgezahlt wurden.

 

 

c) Versorgung mit Lehrmitteln und Schulmöbeln

 

Einige Schulen erhielten Bücher für ihre Schulbücherei, Lehrmaterial für den naturwissenschaftlichen Unterricht und Material für das Schullabor sowie für den Sportunterricht. Hierfür wurden 14.630,00 € benötigt.

Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr Tischler an verschiedene Schulen geschickt, um Tische und Bänke wieder instand setzen zu lassen. Die Möbel werden an allen Schulen stark beansprucht. 2015 wurden 1425 Tische und 844 Bänke repariert. Außerdem wurden den Schulen in der Region Andkhoi und in Mazar 906 neue Bänke und 296 neue Tische übergeben. Hierfür wendeten wir einen Betrag von 21.300,00 € auf.

Alle Neubauten erhalten grundsätzlich die notwendigen Tische und Bänke sowie Möbel für Lehrerzimmer und Bücherei. Die Oberschulen erhalten außerdem eine Basis-Laborausstattung und Bücher für ihre Bücherei.

 

2. VUSAF Ausbildungsprojekte

 

a) Das Ausbildungszentrum wurde 2015 renoviert. Der Konferenzraum und die Bücherei wurden vergrößert.

 

Die Bücherei hat 1008 Mitglieder, die regelmäßig Bücher aus dem Bestand von 3846 Exemplaren ausleihen oder vor Ort darin nachschlagen. Ihnen steht ein Computer mit Internet und Drucker zur Verfügung. Das Labor verfügt über alle Materialien und Gerätschaften für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Die Lehrkräfte gehören zu den besten in Andkhoi.

 

Die Kurse zur Vorbereitung auf die Universität (Unterricht ab Klasse 7) wurden 2015 von 530 Schülerinnen und Schüler besucht.

 

Jeweils 300 Jungen und Mädchen lernen den Umgang mit Computern und die Anwenderprogramme WINDOWS, WORD und EXCEL und nehmen an unseren Englischkursen teil.

Donnerstags finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen (Rollenspiele, Vorträge, Wettbewerbe etc.) statt, die einige SchülerInnen mit Unterstützung ihrer Lehrer für die Mitschüler organisieren. In einer kleineren Gruppe trifft sich ein Literaturkreis, um unter Anleitung eines Lehrers über Bücher und Schriftsteller zu sprechen. In zwei Gruppen lernen 80 Jungen und Mädchen Kalligraphie und Zeichnen.  

 

 

b) Förderkurse an Schulen

Auch an sechs Mädchenschulen in der Region Andkhoi, an denen Fachlehrkräfte fehlen, bieten wir Förderunterricht für 198 Mädchen in Mathematik und Chemie an.

An der Maqsadullah Shaheed Schule in Mazar-e-Sharif haben wir Englisch- und Computerkurse für 94 Jungen und Mädchen durchgeführt.

 

c) Home Courses

 

84 Mädchen/Frauen im Alter von 9 bis 32 Jahren lernen in fünf dreijährigen Kursen den Stoff der Klassen 1 bis 6. Ziel ist es, sie auf einen späteren Schulbesuch vorzubereiten. Wir freuen uns deshalb sehr, dass 16 von ihnen im September 2015 in die 7. Klasse einer staatlichen Schule eingeschult wurden. Gesundheitserziehung für Mutter und Kind ist Teil des Unterrichts. Da die Home-School-Lehrerinnen die englische Sprache nicht beherrschen, besucht nun eine junge Lehrerin einmal pro Woche alle Kurse und unterrichtet Anfangskenntnisse in der englischen Sprache. 

 

d) Lehrerfortbildung

 

Neben den bereits erwähnten Fortbildungsseminaren für 192 Lehrer und Lehrerinnen in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie finanzierten wir die Fahrt- und Unterbringungskosten für 19 Lehrer und Lehrerinnen für ihre Teilnahme an Seminaren in Dari, Englisch, Biologie, Mathematik, Physik, Chemie, Pädagogik, Methodik und Planung, die die GIZ in Mazar-e-Sharif und Samangan organisierte (2, 4 bzw. 7 Tage).

In Mazar-e-Sharif führten wir ein zweitägiges Seminar (Physik, Chemie und Biologie) für 53 Lehrer und Lehrerinnen der Schulen durch, die von uns eine umfangreiche Labor-ausstattung erhalten hatten. Ziel war eine effektive Nutzung der gelieferten Unterrichtsgegenstände und Materialien.

 

In unseren Förderkursen an Schulen werden jeweils eine Lehrerin oder Lehrer der Schule, an der der Kurs stattfindet, als Assistenzlehrkraft beschäftigt und so über einen längeren Zeitraum fortgebildet (In- Service-Training). 

 

e) Frauenzentrum und Nähkurse in den Dörfern

 

Das Frauenzentrum in Andkhoi läuft sehr gut. Jede Woche kommen zwischen 50 und 80 Besucherinnen, manche zum Bestellen oder Abholen der von ihnen in Auftrag gegebenen Kleidung, zum Einkaufen einiger der vielen kleinen Dinge für den persönlichen Bedarf, die hier angeboten werden oder einfach, um sich zu unterhalten. Die 36 Schülerinnen der drei Nähkurse, die wir in Dörfern eingerichtet haben, kommen jeweils für zwei Tage ins Frauenzentrum, um sich im Umgang mit elektrischen Maschinen vertraut zu machen. Drei ausgebildete Lehrerinnen helfen ihnen dabei. Die Leiterin des Frauenzentrums achtet darauf, dass sie nicht nur Nähen und Sticken, sondern auch die Landessprache Dari und Rechnen lernen. Es ist schön zu sehen, wie viel selbstbewusster die jungen Frauen während ihrer Ausbildung werden.

 

3. Sonstige Projekte

 

a) Schülerzeitschrift

 

Eine Gruppe von zwei Lehrern und zwei Schülerinnen sammelten und bearbeiteten die Beiträge für die viermal im Jahr erscheinende Schülerzeitschrift Andkhoi Zeeba (Auflage 2.300 Exemplare). Vor 10 Jahren haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen und freuen uns über den Erfolg. Das Magazin arbeitet fast kostendeckend; wir unterstützten das Projekt 2015 mit lediglich 890 €. 

 

b) Sozialfonds

 

Mit Mitteln aus unserem Sozialfonds unterstützen wir vier in Not geratene Familien, sechs Personen erhielten Geld für eine medizinische Behandlung und zweimal halfen wir mit einem kleinen Betrag, die Beerdigungskosten zu finanzieren. Zwei Studenten konnten ihren Aufenthalt in Kabul nicht mehr finanzieren und erhielten für einen kurzen Zeitraum eine geringe monatliche Unterstützung. Insgesamt wurden hierfür 7.300 € aufgewendet.

 

c) Unterstützung von Studenten

 

Die jungen Frauen, die an Universitäten studieren möchten, erhalten gleich zu Beginn ihres Studiums einen Platz in einem Studentenwohnheim. Im ersten Jahr ihres Studiums erhalten Studenten keinen Platz im Studentenwohnheim und danach auch nur, wenn sie viel Glück haben. Die Vereinigung von Studenten aus Andkhoi in Kabul hatte ein Gebäude angemietet und uns gebeten, ihnen Betten und andere Möbel zu finanzieren. 7.680 € haben wir hierfür zur Verfügung gestellt.

 

c) Winternothilfe  

 

 

 

Wie in den vergangenen Wintern verteilten wir im Dezember 2015 Nahrungsmittel (50 kg Mehl, 25 kg Reis und 16 l Öl) an 220 Familien in Flüchtlingslagern für Binnenvertriebene in Kabul. 600 Kinder erhielten warme Kleidung, Strümpfe und Gummistiefel. Die Frauen erhielten Umschlagtücher. Hierfür benötigten wir EUR 20.360,00.  

***

 

Wir danken unseren Spendern und Spenderinnen und allen Helfern in Deutschland und den Verantwort-lichen in Afghanistan, die die Projekte möglich gemacht haben.

 

Ihre

Marga Flader

 

 

 

Afghanistan-Schulen - Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V. | Info@Afghanistan-Schulen.de