Wasser 

 


 

2016 entstand ein Wasserbecken auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Instituts in Qurghan:

 

 

Auf dem Gelände der Nader Shah Schule in Mazar-e-Sharif wurde ein Brunnen gebohrt, der Trinkwasser aus ca. 100 m Tiefe fördert. Leider hielten die einfachen Generatoren zum Betrieb der Pumpe nicht lange (die Schule ist noch nicht an das städtische Stromnetz angeschlossen). Deshalb haben wir 2016 eine kleine Solaranlage aufgebaut, die jetzt den Strom für die Pumpe produziert und so kann jetzt ein schöner Garten entstehen. 

 

 

 

 


In der Steppe stellt die Wasserversorgung für die Bevölkerung immer ein Problem dar.

 

In den Jahren 1999 bis 2002 herrschte eine "Jahrhundertdürre", aber auch in normalen Jahren ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser problematisch.

 

Die Temperaturen steigen in dieser Steppenregion im Sommer auf bis zu 45°C. Niederschlag gibt es nur wenig, in den Sommermonaten gar nicht.

 

Im Frühjahr kommt Oberflächenwasser aufgrund der Schneeschmelze in den südlich gelegenen Bergen durch den Fluss und die Gräben in den Norden der Provinz und versickert in der Steppe in Khancharbagh. Zu dieser Zeit kann es zu schweren Überschwemmungen kommen, bei denen Menschen ihre aus Lehm errichteten Häuser verlieren. 

 

 

Es gibt traditionelle Wasserrechte, die allerdings kaum noch durchgesetzt werden können. Das Wasser wird flussaufwärts für die Bewässerung von Melonenfeldern gebraucht und so fallen die Gräben in den vier nördlichen Bezirken der Provinz Faryab trocken. Erst im November fließt das Wasser wieder Richtung Andkhoi.

 

Es werden 50 bis 60 m tiefe Brunnenschächte gegraben. Die Männer steigen in den Schacht hinab und füllen aus Autoreifen gefertigte Eimer mit dem Lehm, der mithilfe von Eseln nach oben transportiert wird. Nach all den Mühen stellt sich manchmal heraus, dass nur salzhaltiges Wasser gefördert werden kann. Eine Hilfe sind Entsalzungsanlagen, die in den vergangenen Jahren in der Region gebaut worden sind.

 

Große Hoffnung auf eine Besserung der Wasserversorgung ging in den Bau einer Leitung, die Trinkwasser vom Grenzfluss Amu Darya nach Andkhoi bringen sollte. Es wurde eine Rohrleitung mit mehreren Pumpstationen, eine sehr große Zisterne in der Steppe in der Nähe von Andkhoi sowie Wassertürme in den Bezirken gebaut. Leider wurden beim Bau keine guten Materialien verwendet, so dass die Wassertürme immer wieder trockenfallen und die dort wartenden Wasserhändler vergeblich auf Wasser warten.

 

Trotz der bestehenden Probleme begann der Staat mit den Arbeiten für das

nächste Projekt: Häuser, die in Gegenden liegen, für die es einen Bebauungsplan gibt, sollen eine Trinkwasserleitung erhalten. Das sind vorerst aber nur Haushalte innerhalb der Stadt Andkhoi. 

 

Wir haben deshalb für die Schulen, die von uns ein Gebäude erhalten haben, entweder einen Brunnen (wenn in der Region Süßwasser vorhanden ist) oder ein Wasserbecken gebaut, in das im Frühjahr und Herbst über die Gräben Wasser eingeleitet werden kann.

 

Im Sommer können die Becken mit gekauftem Wasser gefüllt werden. Für die neueren Schulgebäude, die mit Metall abgedeckt wurden, haben wir außerdem Regenwasserauffangbecken bauen lassen. 

 

Vor ungefähr 15 Jahren waren es einfache 

quadratische offene Becken (8x8 m), die wir in einem Folgeprojekt mit Kuppeln abgedeckt haben.

 

Heute sind die Becken überdacht. Das Wasser fließt

über die Zuleitungsgräben zunächst in eine Vorkammer, in der das Wasser durch Lagen von Sand und Kiesel läuft und so gereinigt wird. 

 

 

 

 

 

  

 

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