Afghanistan ist das einzige Land der Welt, in dem Mädchen und Frauen der Zugang zu weiterführender Bildung und Universitäten formal verboten ist. Nach Schätzungen der UNESCO sind gegenwärtig 2,4 Millionen Mädchen betroffen, 200.000 mehr als noch vor einem Jahr.
Afghanistan-Schulen arbeitet schon seit 1984 dafür, dass Mädchen in Afghanistan lernen können. Bis heute ringen wir darum, die Lebensbedingungen und Bildungschancen von Mädchen in unseren Projektregionen zu verbessern.
Gegenwärtig kommen 565 Mädchen in unsere Kurse an den Frauenzentren und im EC in der Region Andkhoi. Sie erhalten hier qualifizierten Unterricht und erleben ein Umfeld, welches die Entwicklung von Selbstwertgefühl und Resilienz ermöglicht und sie in ihren Fähigkeiten stärkt, sich selbst weiterzubilden. Die Mädchen, die bis zum Besuch unserer Alphabetisierung- und Handarbeitskurse erleben 1,5 Jahre lang überhaupt ein gutes Lernumfeld und das Miteinander in einer Klasse. Was sie lernen und erfahren, geben sie an ihre Schwestern und Freundinnen weiter. Die Schulmädchen erfahren so viel Stärkung wie möglich, damit sie nach Abschluss der 6. Klasse nicht aufgeben, sondern sich selbst weiterbilden.
In der Region Mazar-e-Sharif besuchen rund 300 Mädchen aus einem Flüchtlingscamp an Rand der großen Stadt unsere eigene kleine Ferdawsi Grundschule oder die durch uns sehr geförderte Qalin Bafin Grundschule.
In den Schulförderprojekten in der Region Mazar-e-Sharif werden wir in dem am 15. 10. 2026 startenden BMZ-Projekt insgesamt Verbessungen für 2417 Schülererinnen in 4 Schulen im ländlichen Bereich initieren. Dazu dienen umfangreiche Fortbildungen für Lehrerinnen, Schulleitungen und Schulkomitees. Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung angemessener hygienischer Zustände: wir bauen und reparieren Toiletten und Waschgelegenheiten. In der Rabat Schule sind die Toiletten seid Kämpfen vor vielen Jahren nicht nutzbar. In der Rabia Balkhi Mädchenschule werden 720 Schülererinnen und ihre Lehrerinnen besondere Förderung in Dari (Persisch) und Englisch bekommen, da es hier seit sehr langer Zeit keine Fortbildungen mehr gegeben hat und das Lernniveau daher besonders niedrig ist.


