Are we forgotten

Heute beginnt in Afghanistan ein neues Schuljahr. Für viele Kinder wäre dies normalerweise ein Tag voller Aufregung, Hoffnung und neuer Möglichkeiten. Doch für Millionen afghanischer Mädchen ab der sechsten Klasse bleiben die Schultore – wieder einmal – verschlossen. Nach aktuellen Daten von UNESCO und UNICEF ist derzeit rund 2,2 Millionen afghanischen Mädchen der Zugang zur Sekundarschulbildung verwehrt.

Dies ist nun das fünfte Jahr in Folge, in dem Mädchen der Zugang zur Sekundarschulbildung verwehrt wird. Der Verlust ist enorm: Ein Mädchen, das zu Beginn dieser Einschränkungen in der siebten Klasse war, würde sich heute voller Ehrgeiz und Potenzial auf die Universität vorbereiten. Stattdessen wurden sie – und diejenigen, die an der Universität studierten und inzwischen bereits ihren Abschluss gemacht hätten, Hunderttausende wie sie – gezwungen, ihre Träume auf Eis zu legen.

In den sozialen Medien und einigen Nachrichtensendern habe ich eine Botschaft dieser Mädchen gehört, die diesen Moment noch eindringlicher – und herzzerreißender – macht: Sie stellen der Welt eine einfache, aber zutiefst bewegende Frage:

“Are we forgotten?”

Maybe “ Yes“,  Unfortunately ?!?

(Dieser Text stammt von unserem Projektmanager Zabiullah Azizi, der sich seit sehr langer Zeit für schulische Bildung in Afghanistan engagiert, besonders auch für Mädchen)