Die Familie von Yuldoz hat kaum etwas zum Essen und Leben

Am 25. und 26. August organisierten unsere Projektpartner in vier Bezirken um Andkhoi ein zweites Mal in diesem Jahr die Verteilung von Lebensmittelpaketen. Enthalten waren jeweils 50 kg Mehl, 24,5 kg Reis, 5 l Speiseöl, 5 kg Bohnen, 3 kg Zucker und 1 kg Tee. Es wurden 90 Familien mit zusammen 648 Personen versorgt.

Zuvor hatten unsere Sozialarbeiterinnen die Familien besucht, mit den Kindern gemalt oder gelesen und sich mit den Eltern unterhalten. Diese Hilfe ist dringend nötig und gibt besonders bedürftigen Familien Hoffnung. So schreibt uns die 26-jährige Yuldoz, die mit ihren Eltern und Geschwistern in Andkhoi lebt:

„Ich habe fünf Brüder und drei Schwestern, in unserer Familie leben 10 Personen. Leider mussten einige meiner Geschwister wegen finanzieller und anderer Probleme die Schule abbrechen. Mein Vater hat nach der Taleban-Machtübernahme seine Arbeit als Wächter (Chawkidar) verloren. Unser Leben ist jetzt äußerst schwierig. Unser Leben ist jetzt äußert schwierig. Manchmal gibt es gar nicht zu Essen und wir wissen nicht, was der nächste Tag bringen wird. Damit wir nicht Hunger leiden müssen, gehen nun meine Mutter in die Häuser anderer Leute und putzt, kocht und wäscht dort, um Geld für die Familie zu verdienen. An manchen Tagen begleite ich meine Mutter und helfe ihr beim Wäschewaschen. Manchmal erhalten wir nur 100 Afghani für einen Tag (1,28 €). Wir versuchen, von diesen 100 Afghani etwas trockenes Brot, Kartoffeln und Zwiebeln für das Abendessen zu kaufen. Das ist nicht viel, aber unsere einzige Überlebenschance in diesen schweren Zeiten.“